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Mobilität im Wandel

Individuelle Mobilität ist eines der Grundbedürfnisse der Menschen – und das von Geburt an. Sie ist wesentlicher Antrieb der persönlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung, und dies weltweit. Seit Erfindung des Automobils beginnt das Mobilitätsumfeld sich in großer Geschwindigkeit erstmals auch strukturell zu verändern.

Heute sind es zahlreiche Herausforderungen, die auf die Teilnehmer in diesem Markt warten; neue Antriebstechnologien, alternative Mobilitätskonzepte, veränderte Kundenwünsche und regulatorische Auflagen verschieben die Rahmenbedingungen des Marktes, zeigen Risiken gegenwärtiger Geschäftsmodelle auf, lassen aber auch zahlreiche Chancen entstehen.

Welche Tendenzen bewirken diesen Wandel?

Demografie

Die Weltbevölkerung wird weiter in Richtung 10 Milliarden Menschen wachsen und sie wird im Durchschnitt immer älter. Daraus folgt eine Zunahme des Personen- und Güterverkehrs, bei sich wandelnden Mobilitäts-Bedürfnissen.

Urbanisierung

Weltweit leben heute bereits ca. 50% der Bevölkerung in urbanen Zentren. Experten schätzen, dass deren Anteil bis 2050 auf über 70% steigen wird. In Europa wird dieser Wert bereits heute schon erreicht und wird langfristig voraussichtlich auf über 85% steigen. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen, immer älter werden und in einem kleineren Verkehrsraum leben und arbeiten werden. Moderne und zukunftsgerichtete Mobilitätskonzepte werden dies berücksichtigen müssen.

Rohstoffe

Der Betrieb von Verkehrsmitteln mit fossiler Energie wird teurer werden und der Preisanstieg vermutlich dramatisch ausfallen. Der knapper werdende Rohstoff wird bei steigendem Verkehrsaufkommen immer stärker nachgefragt. So wirken Angebot und Nachfrage parallel preiserhöhend. Alternative Antriebsformen, die heute im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben noch teurer erscheinen, werden morgen schon ökonomisch vergleichbar und übermorgen bereits attraktiver sein.

Technologie

Die Mobilitätsindustrie investiert stark in technologische Entwicklungen. Konventionelle Antriebe werden bei Verbrauch und Leistung optimiert, alternative Antriebsformen werden zur Marktreife gebracht und neue Mobilitätsnetze aufgebaut.
Gleichzeitig nutzen Kunden der Mobilitätsanbieter verstärkt Technologien wie über das Internet verfügbare Informationsdienste, um ihre Mobilitätsversorgung zu optimieren. Dies beginnt bei der Planung von Mobilität, geht über den Vergleich alternativer Routen, Verkehrsmitteln und Kosten, bis hin zum „Konsum“ der Mobilität über z.B. Smartphones. Die Prozesskette Suche, Buchung, Ticketing und Abrechnung der Mobilitätsbedürfnisse kann heute schon fast komplett über mobile Endgeräte abgedeckt werden.
Der zunehmende Einsatz neuer Technologien durch die Kunden, wird das Mobilitätsangebot, die Distribution und den Mobilitätskonsum nachhaltig verändern.

Öffentlicher Rahmen

Staaten, Länder und Kommunen haben bereits begonnen, die Mobilität stärker zu regulieren. Steuerliche Malus bzw. Bonus Systeme wurden entwickelt und der Zugang zu städtischen Zonen eingeschränkt. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Gesetzgeber über seine regulatorischen Möglichkeiten zukünftig die Mobilität noch stärker steuern wird. So wird die individuelle Mobilität zielgerichtet in ausgewählte Kanäle gelenkt und die Preisbildung aktiv beeinflusst. So wird die Erreichung städteplanerischer oder ökologischer Ziele unterstützt.

Kundenverhalten

Kunden von Mobilitätsanbietern haben ihr Verhalten bereits verändert. Ökologische Kaufkriterien gewinnen stark an Bedeutung, das Automobil verliert seine Bedeutung als Statussymbol, alternative Mobilitätskonzepte wie  beispielsweise Car Sharing erfahren eine nie gekannte Kundenakzeptanz. Darüber hinaus ist ein neuer Trend, der flexiblen und individuellen Kombination von verschiedenen Verkehrsträgern, die so genannte Intermodalität, stark auf dem Vormarsch.

Welche Chancen bietet die Zukunft?

Viele Fragen, die Zukunft betreffend sind noch offen und warten auf kreative Lösungen und Ansätze: Welche Anbieter werden langfristig von den sich verändernden Mobilitätsstrukturen profitieren? Sind es die Automobilhersteller, die verbrauchseffizientere Produkte und neue Antriebsformen entwickeln und sich zukünftig als integrierte Mobilitätskonzerne positionieren? Sind es die Autovermieter, die Bahnunternehmen, der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) oder regionale Anbieter, die ihre Produkte und Dienstleistungen vernetzen und kundenspezifische Pakete schnüren? Steigen Telekommunikations-, IT-Unternehmen oder Energieversorger in diese Branche ein und nutzen ihre technischen Infrastrukturen um Versorgungs- und Abrechnungsnetze für Mobilitätsprodukte zu schaffen? Ist vielleicht die Reisebranche der kommende Anbieter in Sachen Mobilität unter Nutzung seiner Markterfahrung und erprobten Lösungen? Planen etwa branchenfremde Dienstleistungsunternehmen den großen Coup? Oder ist es eine Kombination von vielen Mobilitätsanbietern und die Verknüpfung ihrer Angebote, die die Mobilität innovativ verändern wird?

Die Antworten wird der Markt geben. Fest steht nur, dass in Zeiten des Wandels neue Risiken aber auch Chancen entstehen. An dieser Schnittstelle zwischen Markt, Mobilitätsanbietern und Kunden möchten wir, international- und praxiserfahren, unsere Kunden unterstützen:

 

 

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